Strom-Netzentgelte: Regionale Entlastung und geplante AgNes-Reform getrennt betrachten
Symbolische Illustration zum Thema.

Strom-Netzentgelte: Regionale Entlastung und geplante AgNes-Reform getrennt betrachten

Die Bundesnetzagentur hat im August 2026 den finalen Entwurf zur allgemeinen Netzentgeltsystematik Strom (AgNes) konsultiert. Das Verfahren ist von der bereits bestehenden Verteilung zusätzlicher EE-Netzkosten und dem Bundeszuschuss zu Übertragungsnetzkosten zu unterscheiden.

Informationen & Hintergründe:

  • Die bereits seit 2025 wirkende EE-Netzkostenverteilung soll Netze mit besonders hohem Ausbau erneuerbarer Erzeugung entlasten. Sie ist ein eigenes Verfahren und nicht gleichbedeutend mit der künftigen AgNes-Reform.
  • Für 2026 beträgt der Zuschuss zu den Übertragungsnetzkosten 6,5 Milliarden Euro. Die Bundesnetzagentur nennt bei den 15 einwohnerstärksten Netzbetreibern eine durchschnittliche Senkung der Haushaltsnetzentgelte um knapp 2 ct/kWh; die Wirkung ist regional unterschiedlich.
  • AgNes soll ab 2029 die Vorgaben der Stromnetzentgeltverordnung ersetzen. Der im August 2026 veröffentlichte Text ist ein Festlegungsentwurf; geplante neue Entgeltstrukturen sind noch von der endgültigen Entscheidung und Umsetzung abhängig.
Quelle: Bundesnetzagentur · Originalquelle öffnen ↗
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